1 Teil 1: Grundlagen des V-Modells

1.3 Grundkonzepte des V-Modells

1.3.7 Entscheidungspunkte

Die »Projektdurchführungsstrategie definiert einen grundlegenden Rahmen für die geordnete und nachvollziehbare Durchführung eines Projektes. Die Projektdurchführungsstrategie gibt dabei eine Reihenfolge der im Projekt zu erreichenden »Projektfortschrittsstufen vor. Wie Abbildung 7 zeigt, wird das Erreichen einer Projektfortschrittsstufe durch einen Entscheidungspunkt markiert. Ein »Entscheidungspunkt weist einen Meilenstein im »Projektablauf aus, an dem der aktuelle Stand des Projektes evaluiert wird. Für jeden Entscheidungspunkt ist im V-Modell eine Menge von »Produkten definiert, die am Ende der Projektfortschrittsstufe »fertig gestellt sein müssen. Auf der Basis dieser Produkte entscheidet das projektübergeordnete Management, ob die »Projektfortschrittsstufe mit Erfolg erreicht wurde und ob der nächste »Projektabschnitt freigegeben wird.

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Abbildung 7: Projektdurchführungsstrategie, Entscheidungspunkte und Produkte

Abbildung 8 zeigt alle im V-Modell vorgesehenen Entscheidungspunkte. Die farbliche Markierung wird analog zu der Aufteilung der Vorgehensbausteine in vier Bereiche verwendet.

Dabei werden die Entscheidungspunkte »Projekt genehmigt, »Projekt definiert, »Iteration geplant und »Projekt abgeschlossen in allen »Projekttypen und damit auch in jeder Projektdurchführungsstrategie verwendet.

Die Systementwicklung wird durch die Entscheidungspunkte »Anforderungen festgelegt, »System spezifiziert, »System entworfen, »Feinentwurf abgeschlossen, »Systemelemente realisiert und »System integriert abgebildet. Die Entscheidungspunkte »Gesamtprojekt aufgeteilt und »Gesamtprojektfortschritt überprüft werden verwendet, wenn das Projekt noch vor der Anforderungsfestlegung in mehrere Teilprojekte aufgeteilt werden soll.

Die Menge der Entscheidungspunkte, die sich mit dem Verhältnis zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer beschäftigt umfasst »Projekt ausgeschrieben, »Angebot abgegeben, »Projekt beauftragt, »Lieferung durchgeführt, »Abnahme erfolgt und »Projektfortschritt überprüft.

Schließlich beinhaltet ein vierter Bereich noch die Entscheidungspunkte »Vorgehensmodell analysiert, »Verbesserung Vorgehensmodell konzipiert und »Verbesserung Vorgehensmodell realisiert, die ausschließlich bei der Entwicklung eines organisationsspezifischen Vorgehensmodells verwendet werden.

Durch die in Abbildung 8 dargestellten und den beschriebenen Bereichen zugeordneten Entscheidungspunkte ist für jeden Projekttyp ein spezifischer, grundlegender Rahmen für die Projektdurchführung im V-Modell vorgegeben. Die »V-Modell-Referenz Tailoring beschreibt die Abfolge der Entscheidungspunkte für jede der möglichen Projektdurchführungsstrategien im Detail.

Die Entscheidungspunkte legen zusammen mit der Projektdurchführungsstrategie das "Wann" und "Was" fest, also wann welche Produkte fertiggestellt sein müssen.

Der Fall, dass ein Entscheidungspunkt nicht erreicht wird, wird im V-Modell XT nicht geplant. Sollte der Lenkungsausschuss Grund haben, eine Projektfortschrittsentscheidung nicht auszusprechen, so ergeben sich folgende Möglichkeiten:

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Abbildung 8: Entscheidungspunkte für die Projektdurchführungsstrategie