3 Teil 3: V-Modell-Referenz Tailoring

3.5 Projekttypvarianten

3.5.6 AG-AN-Projekt mit Wartung und Pflege

Zugrunde liegender Projekttyp:

Systementwicklungsprojekt (AG/AN)

Beschreibung

Wie in Teil 1: »Grundlagen des V-Modells bereits erläutert wurde, stellt das V-Modell für unterschiedliche »Projekttypen jeweils speziell angepasste Projekttypvarianten zur Verfügung.

Die Projekttypvariante »AG-AN-Projekt mit Wartung und Pflege kommt nur für Projekte mit dem Projekttypen »Systementwicklungsprojekt (AG/AN) in Betracht, also wenn für ein Systementwicklungsprojekt keine Trennung der Auftraggeber- und Auftragnehmerseite in zwei separate Projekte erforderlich ist. Dies kann gegeben sein, wenn das Systementwicklungsprojekt entweder in einer Organisation durchgeführt wird oder aber zwar mehrere Organisationen beteiligt sind, diese jedoch bewusst in einem Projekt eng zusammenarbeiten. Im Unterschied zu den getrennten »Systementwicklungsprojekt (AG) und »Systementwicklungsprojekt (AN) entfallen somit das Ausschreibungs- und Vertragswesen sowie die doppelte Projektorganisation mit zwei Projektleitern.

Die Projekttypvariante »AG-AN-Projekt mit Wartung und Pflege basiert auf der Situation, dass ein bereits in der Nutzung befindliches System zu adaptieren beziehungsweise zu ändern ist, indem zum Beispiel Fehler behoben, neue Technologien eingeführt, die Erfüllung nicht-funktionaler Anforderungen verbessert oder die Funktionalität modifiziert oder erweitert werden sollen. Diese "Änderungsanforderungen" werden zu Beginn des Projekts vom Auftraggeber vorgegeben. Zusätzliche Änderungsanforderungen, die bei der Projektdurchführung auftreten, sind nur über das »Problem- und Änderungsmanagement möglich. Der Systemersteller analysiert die Änderungsanforderungen, führt die notwendigen Änderungen am System durch und liefert das modifizierte System dann in der Regel in mehreren Iterationen. Jede dieser Iterationen wird einzeln vom Anwender abgenommen.

Verpflichtende Vorgehensbausteine

Aufgrund des Projekttyps: Anforderungsfestlegung, Konfigurationsmanagement, Lieferung und Abnahme (AG), Lieferung und Abnahme (AN), Problem- und Änderungsmanagement, Projektmanagement, Qualitätssicherung, Systemerstellung

Im Tailoring zu berücksichtigende Projektmerkmale

Aufgrund des Projekttyps: Systemsicherheit (AN), Kaufmännisches Projektmanagement, Messung und Analyse, Fertigprodukte, Benutzerschnittstelle, Projektgegenstand

Aufgrund der Projekttypvariante: Unterauftrag, Altsystem

Projektdurchführungsstrategie

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Abbildung 16: Projekttypvariante AG-AN-Projekt mit Wartung und Pflege

Die Entscheidungspunkte der Projekttypvariante »AG-AN-Projekt mit Wartung und Pflege sowie der Ablauf der möglichen Entwicklungszyklen sind in Abbildung 16 dargestellt. Der Ablauf unterscheidet sich von der Projekttypvariante »AG-AN-Projekt mit Entwicklung, Weiterentwicklung oder Migration maßgeblich durch die unterschiedlichen Einstiegspunkte in der Systementwicklung, die davon abhängen, wie umfassend die durchzuführenden Änderungen am System sind. Betroffen sein können die Gesamtsystemspezifikation, der Systementwurf oder der Feinentwurf. Im Folgenden wird anhand der durchlaufenen Entscheidungspunkte der Ablauf einer »Iteration der Wartung und Pflege beschrieben.

Mögliche Übergänge ausgehend von 'Projektstart'

Von 'Projektstart' nach 'Projekt genehmigt'

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Im Bereich des potenziellen Auftraggebers wird unter Federführung eines Sponsors ein »Projektvorschlag erstellt, der alle notwendigen Informationen enthält, um eine Entscheidung über die Umsetzung des Vorschlags in Form eines Projekts zu treffen. Unter einem Sponsor versteht man eine Person oderAbteilung, die ein Budget zur Projektakquisition bereitstellt. Anhand des Projektvorschlags wird entschieden, ob ein Projekt begonnen werden soll, indem die Projektfortschrittsentscheidung für den Entscheidungspunkt »Projekt genehmigt angestrebt wird.

Mögliche Übergänge ausgehend von 'Projekt genehmigt'

Von 'Projekt genehmigt' nach 'Projekt definiert'

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Es werden ein Projekt- und ein QS-Handbuch erstellt, welche im Entscheidungspunkt »Projekt definiert daraufhin untersucht werden, ob sie dem Projekt angemessen sind.

Mögliche Übergänge ausgehend von 'Projekt definiert'

Von 'Projekt definiert' nach 'Anforderungen festgelegt'

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Für die Identifikation, Erfassung und Prüfung der Anforderungen ist entweder ein beauftragender, eigenständiger Auftraggeber oder eine Fachabteilung verantwortlich. Die Anforderungen sind in einem iterativen Prozess durch Prüfen auf Vollständigkeit und Korrektheit, Analysieren, Setzen von Prioritäten und Bewerten ständig zu verfeinern und zu verbessern. Dies ist die Aufgabe der »Anforderungsbewertung. Nach Abschluss dieses Prozesses sind die Anforderungen in Form von »Anforderungen (Lastenheft) fachlich vorhanden und die Prioritäten festgelegt.

Sofern die Realisierung beauftragt werden soll ist zudem ein »Ausschreibungskonzept zu erstellen, um vergaberechtliche Richtlinien bei der folgenden Ausschreibung zu berücksichtigen.

Mögliche Übergänge ausgehend von 'Anforderungen festgelegt'

Von 'Anforderungen festgelegt' nach 'Iteration geplant'

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Liegen fachliche Anforderungen aus dem Produkt Anforderungen (Lastenheft) vor, so wird der Umfang der nun davon in der Iteration umzusetzenden Anforderungen geplant. Hier werden z.B. für die erste Iteration zunächst die Anforderungen mit dem höchsten technischen Realisierungsrisiko oder für die Erstellung von Prototypen eingeplant. Außerdem wird geprüft, ob die Produkte »Projekthandbuch und »QS-Handbuch das Projekt angemessen beschreiben und gegebenenfalls erfolgt eine Anpassung.

Mögliche Übergänge ausgehend von 'Iteration geplant'

Von 'Iteration geplant' nach 'System spezifiziert'

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Im Projekt werden die im Entscheidungspunkt »Iteration geplant eingeplanten Anforderungen unter Beteiligung des Auftraggebers evaluiert und ein erster Grobentwurf des Systems erstellt. Anforderungen und Grobentwurf werden in der »Gesamtsystemspezifikation (Pflichtenheft) dokumentiert. Das Pflichtenheft ist Grundlage für die weitere Entwicklung des Systems.

Von 'Iteration geplant' nach 'System entworfen'

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Wenn die im Entscheidungspunkt »Iteration geplant eingeplanten Änderungen Auswirkungen auf den Systementwurf haben, aber die »Gesamtsystemspezifikation (Pflichtenheft) außen vor lassen, werden die Änderungen am Systementwurf vorgenommen. Die Auswirkungen werden für das System sowie alle identifizierten Unterstützungssysteme entworfen. Dies kann für das System und die verschiedenen Unterstützungssysteme unabhängig voneinander geschehen.

Von 'Iteration geplant' nach 'Feinentwurf abgeschlossen'

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Wenn die im Entscheidungspunkt »Iteration geplant eingeplanten Änderungen Auswirkungen auf den Feinentwurf haben, aber die Gesamtsystemspezifikation und den Systementwurf außen vor lassen, werden die Änderungen am Feinentwurf vorgenommen. Für den Feinentwurf werden die Architekturen der HW- bzw. SW-Einheiten zu Komponenten und Modulen verfeinert.

Mögliche Übergänge ausgehend von 'System spezifiziert'

Von 'System spezifiziert' nach 'System entworfen'

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Ausgehend vom Grobentwurf werden Architekturen für das System sowie alle identifizierten »Unterstützungssystem entworfen. In den Architekturen werden »Systemelement bis auf die Ebene der HW- und SW-Einheiten identifiziert. Die Anforderungen werden den Systemelementen zugeordnet und verfeinert. Der Entwicklungsprozess und die Prüfstrategie werden festgelegt. Dies kann für das System und die verschiedenen Unterstützungssysteme unabhängig voneinander geschehen, indem die folgenden Entscheidungspunkte bis zur Lieferung einzeln ausgeplant und möglicherweise zeitlich parallel durchgeführt werden. Ziel ist es, für das System und jedes Unterstützungssystem den Entscheidungspunkt »System entworfen zu erreichen.

Mögliche Übergänge ausgehend von 'System entworfen'

Von 'System entworfen' nach 'Feinentwurf abgeschlossen'

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Nach Erreichen des Entscheidungspunktes »System entworfen können die Arbeiten am Feinentwurf beginnen. Für den Feinentwurf werden die Architekturen der HW- bzw. SW-Einheiten zu Komponenten und Modulen verfeinert und gegebenenfalls externe SW-/HW-Spezifikationen erstellt. Die Anforderungen werden den SW- und HW-Elementen zugeordnet. Der Entwicklungsprozess und die Prüfstrategie werden festgelegt. Hier ist es möglich, auf dem Weg zur Integration der realisierten Systemelemente den Feinentwurf von HW- bzw. SW-Einheiten zeitlich parallel zur Realisierung anderer HW- bzw. SW-Einheiten zu planen und durchzuführen. Ziel dieser Aktivitäten ist es, für jeden Parallelablauf den Entscheidungspunkt »Feinentwurf abgeschlossen zu erreichen. Aufgrund möglicher Parallelarbeiten kann der Entscheidungspunkt »Feinentwurf abgeschlossen in einigen Parallelsträngen bereits erreicht worden sein und mit der Realisierung begonnen werden, während in anderen Strängen noch am Feinentwurf gearbeitet wird.

Von 'System entworfen' nach 'Projekt ausgeschrieben'

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Werden im Rahmen des Systementwurfs (Entscheidungspunkt »System entworfen) »Externe Einheiten für einen Unterauftrag identifiziert, so ist vom Auftragnehmer ein Teil-Auftraggeber-Projekt durchzuführen. Die Entscheidungspunkte des Unterauftrags werden wie die entsprechenden Entscheidungspunkte in der Projektdurchführungsstrategie »AG-Projekt mit einem Auftragnehmer durchgeführt.

Auf Basis der Anforderungen wird eine »Ausschreibung vorbereitet. Dazu werden unter anderem die Ausschreibungsunterlagen auf Basis des »Ausschreibungskonzepts erstellt und ein »Kriterienkatalog für die Angebotsbewertung erarbeitet. Anschließend wird dann untersucht, ob die Ausschreibung freigegeben werden kann. Im Falle einer positiven Entscheidung wird die Ausschreibung gemäß dem im Ausschreibungskonzept festgelegten Verfahren veröffentlicht.

Mögliche Übergänge ausgehend von 'Feinentwurf abgeschlossen'

Von 'Feinentwurf abgeschlossen' nach 'Projekt ausgeschrieben'

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Werden im Rahmen des Feinentwurfs (Entscheidungspunkt »Feinentwurf abgeschlossen) »Externe Einheiten für einen Unterauftrag identifiziert, so ist vom Auftragnehmer ein Teil-Auftraggeber-Projekt durchzuführen. In diesem Projekt nimmt der Auftragnehmer die Rolle eines Auftraggebers ein.

Die Entscheidungspunkte des Unterauftrags werden wie die entsprechenden Entscheidungspunkte in der Projektdurchführungsstrategie »AG-Projekt mit einem Auftragnehmer durchgeführt.

Auf Basis der Anforderungen wird eine »Ausschreibung vorbereitet. Dazu werden unter anderem die Ausschreibungsunterlagen auf Basis des »Ausschreibungskonzepts erstellt und ein »Kriterienkatalog für die Angebotsbewertung erarbeitet. Anschließend wird dann untersucht, ob die Ausschreibung freigegeben werden kann. Im Falle einer positiven Entscheidung wird die Ausschreibung gemäß dem im Ausschreibungskonzept festgelegten Verfahren veröffentlicht.

Von 'Feinentwurf abgeschlossen' nach 'Systemelemente realisiert'

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Alle im Feinentwurf identifizierten HW- und SW-Elemente werden entsprechend den Anforderungen realisiert und einer Prüfung unterzogen. Hierbei ist auch eine iterative Vorgehensweise möglich, bei der nach der Realisierung von einigen Systemelementen des Feinentwurfs der Feinentwurf erweitert wird. Wurden im Rahmen des Feinentwurfs externe SW-/HW-Modul-Spezifikationen erstellt, so können für die Entwicklung der SW-/HW-Module Unteraufträge vergeben werden. Wenn keine Unteraufträge beauftragt werden, werden alle im Feinentwurf identifizierten HW- und SW-Elemente entsprechend den Anforderungen realisiert und einer Prüfung unterzogen.

Mögliche Übergänge ausgehend von 'Projekt ausgeschrieben' (Ablaufbaustein Unterauftrag)

Von 'Projekt ausgeschrieben' nach 'Projekt beauftragt'

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Nach Ausschreibung des Projekts werden die auf die »Ausschreibung eingehenden »Angebote entsprechend dem »Kriterienkatalog für die Angebotsbewertung ausgewertet. Es wird ein (je nach Projektstruktur auch mehrere) Anbieter ausgewählt, mit dem Vertragsverhandlungen geführt werden. Der Auftraggeber entscheidet auf der Grundlage der »Angebotsbewertung und der Ergebnisse der Vertragsverhandlungen, ob der ausgewählte Anbieter den Zuschlag erhalten soll. Falls ja, wird ein »Vertrag zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer geschlossen. Zwischen öffentlichen Auftraggebern und Anbietern sind Vertragsverhandlungen nur unter eng begrenzten Voraussetzungen möglich. Der Auftraggeber entscheidet auf der Grundlage der Angebotsbewertung, welches das wirtschaftlichste Angebot ist. Der Vertrag kommt im Regelfall durch Veröffentlichung der Ausschreibung und Zuschlagserteilung an das wirtschaftlichste Angebot zustande. Dieser Vertragsschluss verpflichtet den Auftragnehmer, das Projekt auf der Basis der erzielten vertraglichen Vereinbarungen für den Auftraggeber durchzuführen.

Mögliche Übergänge ausgehend von 'Projekt beauftragt' (Ablaufbaustein Unterauftrag)

Von 'Projekt beauftragt' nach 'Iteration geplant'

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Nachdem ein »Vertrag oder ein »Vertragszusatz (z.B. nach der Abnahme einer vorhergehenden Entwicklungsstufe) geschlossen worden ist, wird die Vorgehensweise bei der Systementwicklung, d.h. die bis zur Abnahme zu durchlaufenden Entscheidungspunkte, und der Umfang der umzusetzenden Anforderungen geplant. Außerdem wird geprüft, ob die Produkte »Projekthandbuch und »QS-Handbuch das Projekt noch angemessen beschreiben. Gegebenenfalls erfolgt eine Anpassung dieser Produkte.

Mögliche Übergänge ausgehend von 'Iteration geplant' (Ablaufbaustein Unterauftrag)

Von 'Iteration geplant' nach 'Projektfortschritt überprüft'

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Der Auftraggeber begleitet im Rahmen der im Vertrag getroffenen Festlegungen die Durchführung des Auftragnehmerprojekts in der aktuellen Projektstufe. Dies dient der Sicherstellung des Projekterfolgs und ist eine wesentliche Aufgabe des Auftraggebers in dieser Projektdurchführungsstrategie. Die Kontrolle des Projektfortschritts erfolgt durch Abgabe des Projektstatusberichts (von AN) durch den Auftragnehmer. Darin wird dargestellt, welche Ergebnisse zu den vereinbarten Projektmeilensteinen vorliegen. Zu jedem »Projektstatusbericht des Auftragnehmers erstellt der Auftraggeber einen eigenen Projektstatusbericht.

Mögliche Übergänge ausgehend von 'Projektfortschritt überprüft' (Ablaufbaustein Unterauftrag)

Von 'Projektfortschritt überprüft' nach 'Projektfortschritt überprüft'

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In regelmäßigen Abständen, die an die zeitliche Abfolge der Projektfortschrittsentscheidungen des Auftragnehmers angepasst sein können, erhält der Auftraggeber vom Auftragnehmer den Projektstatusbericht. Zu jedem »Projektstatusbericht des Auftragnehmers erstellt der Auftraggeber erstellt einen eigenen Projektstatusbericht.

Von 'Projektfortschritt überprüft' nach 'Abnahme erfolgt'

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Wenn der Auftragnehmer mit der Systementwicklung vorangeschritten ist, erhält der Auftraggeber vom Auftragnehmer die vertraglich festgelegten Lieferungen. Die Prüfung, ob die Anforderungen durch eine vorliegende »Lieferung (von AN) erfüllt werden, erfolgt durch den Auftraggeber.

Mögliche Übergänge ausgehend von 'Abnahme erfolgt' (Ablaufbaustein Unterauftrag)

Von 'Abnahme erfolgt' nach 'Iteration geplant'

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Zur Planung einer neuen Iteration werden nach der Abnahme in Zusammenarbeit mit dem Auftragnehmer alle offenen Änderungsanträge der »Änderungsstatusliste geprüft. Zum Entscheidungspunkt »Iteration geplant wird anhand der Änderungsstatusliste entschieden, welche Änderungsanforderungen in die neue Iteration übernommen und welche vorerst zurückgestellt werden. Ferner wird festgelegt, welche Anforderungen, die noch nicht umgesetzt worden sind, in der neuen Iteration zu berücksichtigen sind. Die Änderungsanforderungen und die noch offenen Anforderungen sind Grundlage für einen neuen Entwicklungszyklus. Erneut wird geprüft, ob das »Projekthandbuch und das »QS-Handbuch das Projekt angemessen widerspiegeln.

Von 'Abnahme erfolgt' nach 'Projekt beauftragt'

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Haben Auftraggeber und Auftragnehmer im Vorfeld vereinbart, dass zunächst eine Iteration oder einige wenige Iterationen umgesetzt werden, bevor es zu einer vertraglichen Fixierung des Gesamtumfangs kommt, so wird nach erfolgter Abnahme ein neuer »Vertrag aufgesetzt. Gegebenenfalls wird ein »Vertragszusatz mit dem Auftragnehmer vereinbart.

Von 'Abnahme erfolgt' nach 'Systemelemente realisiert'

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Nach Abnahme der Einheiten werden diese in das Projekt übernommen.

Mögliche Übergänge ausgehend von 'Systemelemente realisiert'

Von 'Systemelemente realisiert' nach 'Feinentwurf abgeschlossen'

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Damit der Feinentwurf und die Realisierung iterativ umgesetzt werden können, ist nach der Realisierung ein Rückschritt zur Erstellung des Feinentwurfs möglich. Bei diesem Schritt werden HW- bzw. SW-Einheiten, die in der vorhergehenden Iteration im Feinentwurf noch nicht berücksichtigt worden sind, im Feinentwurf verfeinert.

Von 'Systemelemente realisiert' nach 'System integriert'

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Alle realisierten HW- und SW-Elemente und auch die Externen Einheiten, die über Unteraufträge bezogen wurden, werden zu Systemelementen und schließlich zum System beziehungsweise zu den Unterstützungssystemen zusammengefügt. Die integrierten Elemente werden einer Prüfung unterzogen.

Mögliche Übergänge ausgehend von 'Projekt ausgeschrieben' (Ablaufbaustein Unterauftrag)

»Von 'Projekt ausgeschrieben' nach 'Projekt beauftragt' (siehe oben)

Mögliche Übergänge ausgehend von 'Projekt beauftragt' (Ablaufbaustein Unterauftrag)

»Von 'Projekt beauftragt' nach 'Iteration geplant' (siehe oben)

Mögliche Übergänge ausgehend von 'Iteration geplant' (Ablaufbaustein Unterauftrag)

»Von 'Iteration geplant' nach 'Projektfortschritt überprüft' (siehe oben)

Mögliche Übergänge ausgehend von 'Projektfortschritt überprüft' (Ablaufbaustein Unterauftrag)

»Von 'Projektfortschritt überprüft' nach 'Projektfortschritt überprüft' (siehe oben)

»Von 'Projektfortschritt überprüft' nach 'Abnahme erfolgt' (siehe oben)

Mögliche Übergänge ausgehend von 'Abnahme erfolgt' (Ablaufbaustein Unterauftrag)

»Von 'Abnahme erfolgt' nach 'Iteration geplant' (siehe oben)

»Von 'Abnahme erfolgt' nach 'Projekt beauftragt' (siehe oben)

Von 'Abnahme erfolgt' nach 'System integriert'

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Alle realisierten HW- und SW-Elemente und auch die Externen Einheiten, die über Unteraufträge bezogen wurden, werden zu Systemelementen und schließlich zum System beziehungsweise zu den Unterstützungssystemen zusammengefügt. Die integrierten Elemente werden einer Prüfung unterzogen.

Mögliche Übergänge ausgehend von 'System integriert'

Von 'System integriert' nach 'System entworfen'

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Da nicht nur Feinentwurf und Realisierung, sondern auch Systementwurf und Integration iterativ durchgeführt werden können, kann eine neue interne Iteration für den Systementwurf geplant werden. In den Architekturen werden noch nicht umgesetzte Systemelemente bis auf die Ebene der HW- und SW-Einheiten identifiziert.

Von 'System integriert' nach 'Lieferung durchgeführt'

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Das zu liefernde Gesamtsystem wird entsprechend den Anforderungen zu einer »Lieferung zusammengestellt. Eine Lieferung umfasst das Gesamtsystem, das aus dem System selbst und den Unterstützungssystemen zusammengesetzt wird, sowie gegebenenfalls eine Dokumentation. Zum Entscheidungspunkt »Lieferung durchgeführt wird anhand der Ergebnisse entschieden, ob die Lieferung an den Auftraggeber zur Abnahme übergeben wird.

Mögliche Übergänge ausgehend von 'Lieferung durchgeführt'

Von 'Lieferung durchgeführt' nach 'Abnahme erfolgt'

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Die »Lieferung wird vom Auftraggeber hinsichtlich der Erfüllung der Anforderungen geprüft. Zum Entscheidungspunkt »Abnahme erfolgt wird vom Auftraggeber anhand der Ergebnisse entschieden, ob eine »Abnahmeerklärung erstellt wird oder ob Nachbesserungen durch den Auftragnehmer notwendig sind.

Mögliche Übergänge ausgehend von 'Abnahme erfolgt'

Von 'Abnahme erfolgt' nach 'Iteration geplant'

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Wenn mehrere Inkremente bei der Systementwicklung vorgesehen sind, kann nach der Abnahme eines Inkrements die detaillierte Planung des nächsten Inkrements in Angriff genommen werden. Zur Planung eines neuen Inkrements werden in Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber alle offenen »Problemmeldung/Änderungsantrag der »Änderungsstatusliste geprüft. Zum Entscheidungspunkt »Iteration geplant wird anhand der Liste entschieden, welche Änderungsanforderungen in das neue Inkrement übernommen und welche vorerst zurückgestellt werden. Ferner wird festgelegt, welche Bestandteile, die noch nicht umgesetzt worden sind, im neuen Inkrement zu berücksichtigen sind. Die Änderungsanforderungen und die offenen Anforderungen der »Gesamtsystemspezifikation (Pflichtenheft) sind Grundlage für einen neuen Entwicklungszyklus. Erneut wird geprüft, ob das »Projekthandbuch und das »QS-Handbuch das Projekt angemessen widerspiegeln.

Von 'Abnahme erfolgt' nach 'Anforderungen festgelegt'

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Nach der erfolgten Abnahme des erstellten Systems kann sich wieder eine neue fachliche Anforderungserhebung anschließen. In dieser können dann die nächsten fachlichen Anforderungen für die Weiterentwicklung des Systems erfasst werden. Somit kann der Umfang des Systems wieder unter Einbeziehung z.B. der Fachabteilung erhöht werden.

Für die Identifikation, Erfassung und Prüfung der Anforderungen ist entweder ein beauftragender, eigenständiger Auftraggeber oder eine Fachabteilung verantwortlich. Die Anforderungen sind in einem iterativen Prozess durch Prüfen auf Vollständigkeit und Korrektheit, Analysieren, Setzen von Prioritäten und Bewerten ständig zu verfeinern und zu verbessern. Dies ist die Aufgabe der »Anforderungsbewertung. Nach Abschluss dieses Prozesses sind die Anforderungen in Form von »Anforderungen (Lastenheft) fachlich vorhanden und die Prioritäten festgelegt.

Sofern die Realisierung beauftragt werden soll ist zudem ein »Ausschreibungskonzept zu erstellen, um vergaberechtliche Richtlinien bei der folgenden Ausschreibung zu berücksichtigen.

Von 'Abnahme erfolgt' nach 'Projekt abgeschlossen'

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Wurden alle Anforderungen berücksichtigt und gibt es keine offenen Änderungsanträge mehr, wird nach der erfolgten Abnahme entschieden das Projekt abzuschließen. Ein »Projektabschlussbericht wird erstellt und an den Auftraggeber übergeben.