1 Teil 1: Grundlagen des V-Modells
1.3 Grundkonzepte des V-Modells
1.3.3 Projekttypvarianten
Für jeden »Projekttyp bietet das V-Modell mindestens eine geeignete »Projekttypvariante an, die das Projekt näher charakterisiert. Eine Projekttypvariante bestimmt insbesondere die Rahmenbedingungen für die möglichen Abläufe eines Projekts, welche im »Tailoring als Unterscheidungskriterium für die Auswahl dienen. Eine Projekttypvariante bestimmt darüber, wie die »Projektdurchführungsstrategie eines Projekts aussieht und bestimmt damit die möglichen Abläufe im Grobplan eines Projekts.
Durch die Auswahl einer Projekttypvariante können über die Vorgaben des Projekttyps hinaus zusätzliche »Vorgehensbausteine und »Projektmerkmale in ein Projekt einbezogen werden.
Abbildung 4 zeigt die verschiedenen Projekttypvarianten, die durch das V-Modell zur Verfügung gestellt werden und gibt an, anhand welcher Merkmale die geeignete Projekttypvariante ausgewählt werden kann:
- Für den Projekttyp »Einführung und Pflege eines organisationsspezifischen Vorgehensmodells existiert nur eine geeignete, gleichnamige Projekttypvariante.
- Für den Projekttyp »Systementwicklungsprojekt (AG) erfolgt die Unterscheidung anhand der Auftragsstruktur des Projekts: je nachdem ob der Auftraggeber mit einem oder mehreren Auftragnehmern gleichzeitig zusammenarbeitet, ergibt sich die entsprechende Projekttypvariante.
- Für die Ermittlung der geeigneten Projekttypvariante innerhalb der Projekttypen »Systementwicklungsprojekt (AN) und »Systementwicklungsprojekt (AG/AN) ist im Allgemeinen entscheidend, welcher Systemlebenszyklusausschnitt mit dem Projekt abgedeckt wird. Für die Entwicklung, Weiterentwicklung und Migration wird eine andere Projekttypvariante gewählt als bei der Wartung und Pflege.
Abbildung 4: Zuordnung der Projekttypvarianten zu den Projekttypen