5 Teil 5: V-Modell-Referenz Produkte

5.2 Überblick über das Produktmodell des V-Modells

5.2.3 Erzeugende Produktabhängigkeiten

Eine »erzeugende Produktabhängigkeit beschreibt, in welchen Produktexemplaren der Ausgangsprodukte die Bedingungen für die Erstellung von Produktexemplaren der Zielprodukte festgelegt werden. Die erzeugenden Produktabhängigkeiten sind somit eine Menge von wesentlichen Regeln, die bei der Planung und Ausgestaltung eines V-Modell-Projektes entsprechende Hilfestellung bieten. In den folgenden Abbildungen sind diese erzeugenden Produktabhängigkeiten jeweils als gerichtete Pfeile von den erzeugenden Produkten zu den erzeugten Produkten dargestellt.

Wie Abbildung 7 darstellt, werden die Projektmanagementprodukte gemäß den Vorgaben des »Projekthandbuchs und des »Projektplans erstellt. Die Qualitätssicherungsprodukte sind entsprechend den Vorgaben des »QS-Handbuchs und des »Projektplans zu erstellen.

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Abbildung 7: Erzeugende »Produktabhängigkeit der Managementprodukte im Überblick

»Ausschreibungskonzept, »Kriterienkatalog für die Angebotsbewertung und die »Ausschreibung werden entsprechend den Vorgaben aus dem »Projekthandbuch des Auftraggebers erstellt. Bei der Vergabe von Unteraufträgen ist zusätzlich die »Make-or-Buy-Entscheidung Ausgangspunkt der Erstellung dieser »Produktexemplare.

Die Ausschreibung des Auftraggebers wird über die in Abbildung 8 dargestellte »Auftraggeber-/Auftragnehmer-Schnittstelle übergeben. Auf der Seite des Auftragnehmers wird dieses Produkt als »Ausschreibung (von AG) bezeichnet. Zusammen mit einer positiven »Bewertung der Ausschreibung führt dies zu der Erstellung des »Angebots. Dieses wird auf der Auftraggeberseite als »Angebot (von AN) bezeichnet.

Auf dieser Basis wird gemäß den Vorgaben des »Projekthandbuchs und gegebenenfalls der zugehörigen »Make-or-Buy-Entscheidung eine »Angebotsbewertung erstellt. Auf Basis des »Vertrags und der Vertragszusätze (»Vertragszusatz), die im Rahmen von »Änderungsentscheidung mit erstellt werden, werden die »Abnahmeerklärung, »Prüfspezifikation Lieferung und »Prüfprotokoll Lieferung erstellt.

Auf Seiten des Auftragnehmers ergeben sich aus dem »Vertrag (von AG) und den Vertragszusätzen (von AG) (»Vertragszusatz (von AG)) die Erstellung der »Lieferungen, der »Projektstatusberichte und des »Projektabschlussberichtes. Diese werden wiederum über die »Auftraggeber-/Auftragnehmer-Schnittstelle an den Auftraggeber übergeben.

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Abbildung 8: Erzeugende Produktabhängigkeiten der Auftraggeber-/Auftragnehmer-Schnittstelle im Überblick Für die Systementwicklung im »Projekttyp »Systementwicklungsprojekt (AG/AN) existiert die oben beschriebene »Auftraggeber-/Auftragnehmer-Schnittstelle nicht. Wie Abbildung 9 zeigt, werden »Lieferung und »Abnahmeerklärung sowie die zugehörigen Prüfspezifikationen und Prüfprotokolle in diesem Fall durch das Projekthandbuch erzeugt.

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Abbildung 9: Erzeugende Produktabhängigkeiten für Lieferung/Abnahme in AG/AN-Projekten

Abbildung 10 zeigt die Erstellung der »Produkte im Rahmen der Systemerstellung. Architekturen und Prüf- und Integrationskonzepte sowie die Gesamtsystemspezifikation sind grau eingefärbt. Sie machen Vorgaben über Existenz und Inhalt aller Produkte, die innerhalb der gleich eingefärbten Kästen unterhalb angeordnet sind.

In der »Gesamtsystemspezifikation (Pflichtenheft) wird festgelegt, ob und wie viele »Unterstützungssysteme und zu System und Unterstützungssystem gehörende logistische Unterstützungsdokumentationen zu erstellen sind. Dabei wird für »System, »Unterstützungssystem und »Logistische Unterstützungsdokumentation jeweils der Umfang der notwendigen Dokumentationen festgelegt. Das heißt, es wird entsprechend Abbildung 10 festgelegt, ob beispielsweise für das Unterstützungssystem eine »Systemspezifikation, eine »Anwenderaufgabenanalyse und ein »Datenbankentwurf zu erstellen sind.

Die Produkte »Prüfprotokoll Systemelement, »Prüfprozedur Systemelement, »Prüfspezifikation Systemelement, »Prüfprotokoll Benutzbarkeit, »Prüfspezifikation Benutzbarkeit und »Sicherheitsanalyse können für jedes Systemelement erstellt werden und sind zur besseren Lesbarkeit der Abbildung nur durch "..." angedeutet.

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Abbildung 10: Erzeugende Produktabhängigkeiten der Systemerstellung im Überblick

Für das zu erstellende System existiert wiederum eine »Systemarchitektur. Sie beschreibt die »Dekomposition des Systems bis auf Einheitenebene, das heißt, sie identifiziert »Segmente, SW- und »HW-Einheiten und entscheidet über die Möglichkeiten zur Verwendung Externer Einheiten. Zusammen mit dem »Implementierungs-, Integrations- und Prüfkonzept System liefert sie die Vorgaben für die zu erstellenden zugehörigen Dokumente zu Segmenten, Externen Einheiten, »HW-Einheiten und »SW-Einheiten. Analoges gilt für die »Unterstützungs-Systemarchitektur und das zugehörige »Implementierungs-, Integrations- und Prüfkonzept Unterstützungssystem .

SW- und HW-Einheiten ihrerseits besitzen eine eigene Architektur und ein eigenes Prüf- und Integrationskonzept, mit der gleichen Funktion wie ihre Pendants auf Systemebene. Analog zu den »Externe Einheit auf Systemebene gibt es auf HW- und SW-Ebene die Systemelemente »Externes HW-Modul bzw. »Externes SW-Modul, die als Fertigprodukte oder über einen Unterauftrag beschafft werden können. Der Umfang des Produkts »Logistische Konzeption wird in der »Gesamtsystemspezifikation (Pflichtenheft) geregelt, welche das Produkt vom Typ »Logistisches Unterstützungskonzept beinhaltet. In letzterem ist dann der Produktumfang der »Logistikelemente festgelegt.

Abbildung 11 zeigt die Erzeugung der »Marktsichtung für Fertigprodukte. Solche Marktsichtungen können schon während der Anforderungsfestlegung durchgeführt werden, wenn dies aus dem »Projektvorschlag oder den »Anforderungen (Lastenheft) hervorgeht.

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Abbildung 11: Erzeugende Produktabhängigkeit für die Anforderungsfestlegung

Wie Abbildung 12 zeigt wird, um ein »Organisationsspezifisches Vorgehensmodell einzuführen oder zu pflegen, zunächst die Prozessreife der betreffenden Organisation beurteilt. Auf Basis der dabei entstehenden »Bewertung eines Vorgehensmodells werden dann ein »Verbesserungskonzept für ein Vorgehensmodell und schließlich das neue Vorgehensmodell selbst erarbeitet.

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Abbildung 12: Erzeugende Produktabhängigkeiten des organisationsspezifischen Vorgehensmodells im Überblick